Rom – Tag 4

Am vierten und auch vorletzten Tag stand noch der Besuch meiner damaligen Schule (Deutsche Schule Rom) auf dem Programm, glücklicherweise wussten wir nämlich, dass sie noch in unserem Urlaub aus den Sommerferien zurückkehren sollte. In Rom hat man ausgiebige Sommer- … Weiterlesen

Rom – Tag 3

Wir hatten uns fest vorgenommen auf jeden Fall auch Kultur zu sehen, um auch ein Stück offizielle Geschichte mitzunehmen und Mittwoch durfte ich anfangen, mir einen kulturellen Ort auszusuchen. Ich entschied mich für die sixtinische Kapelle, beziehungsweise die vatikanischen Museen. … Weiterlesen

Rom – Tag 2

Nach einer etwas längeren Pause und einem fetten SORRY geht es jetzt (endlich) weiter mit meinem „Travel“-Tagebuch. Grund für die Verzögerung waren 1. die Beschaffung und Aufbereitung sämtlicher entstandener Fotos, 2. meine direkt im Anschluss stattgefundene Fitnessreise und 3. das mittlerweile … Weiterlesen

14 hours left

So, kein Tag mehr, bis es auf nach Rom geht. Und es war rein planungstechnisch bis jetzt noch ein Desaster: Meine Mutter kann sich vor lauter Feng Shui nicht mehr bewegen, hat bislang nicht gepackt, keinen Bus reserviert und keinen Katzensitter. TB und ich haben es etwas besser im Griff, zumindest, seit 18 Uhr. Wir hatten eine ellenlange Liste an Dingen, die auf einmal leer waren und die wir aber brauchen. Und wenn man in den Urlaub fährt, dann steigert sich ein Gebrauchsgut zum unverzichtbaren, überlebenswichtigen „Wir-müssen-die-Reise-sonst-leider-canceln“-Produkt. In unserem Fall: Sonnencreme, After Sun Lotion, Duschgel, Zahnbürste, Rasiergel, Parfum (Keine Ahnung, warum es TB seit zwei Jahren nicht stört, dass er keins hat, aber vorm Urlaub dann), Skizzenbuch, Hemd, Sonnenbrille…Die Liste der Besorgungen geht endlos weiter. Ich habe mindestens 10€ ausgegeben, TB mindestens 120€.

Aktueller Vorbereitungszustand: Klamotten sind im Koffer, Apps sind runtergeladen, ich bin tiptop rasiert und geduscht, Augenbrauen sind on Fleek, Finger- und Zehennägel sind farblich aufeinander abgestimmt lackiert und Kühlschrankinhalt wurde bestmöglich verwertet. Morgen kommen meine Badezimmer-Artikel und Enti noch in den Koffer und los geht’s! Ich denke wir werden so gegen 10:30 Uhr aufbrechen und dann artet alles in Chaos aus. Ich mache mir täglich Notizen, damit ich in einer Woche meine täglichen Highlights wiedergeben kann (und vielleicht ein paar Touristentipps zu Lokalen geben kann). Auf dass unser Flugzeug nicht ohne uns abfliegt, abstürzt und wir uns mit meiner Mutter verstehen. Und auf dass wir nicht beklaut werden.

In diesem Sinne: Ciao amici del sole, ci vediamo tra una settimana ❤

Strandtag

Heute war wohl der heißeste Tag dieser Hitzewelle, zumindest hab ich das so empfunden! Gott sei Dank waren Madame Petite und ich sowieso für den Strand verabredet (sie hat ihn quasi vor der Tür), sodass ich schon früh auf den Beinen war. Und auch, weil es dermaßen heiß ist in dieser blöden Dachgeschosswohnung (Ich bin dieses Problem heute auch mal kategorisch angegangen: Könnte man unser Haus um 90° versetzen, stünden Sonne und Wind anders und wir hätten weniger Probleme. Aber wir sind ja leider nicht bei Sims).

Es startete also mit 29,7° und einem Morgenkaffee. Ich mache dabei allerlei blödes Zeug, wie meine Youtube-Sucht befriedigen, Facebook, Instagram und so weiter durchforsten…Man kennt das. Da vergeht auch gern mal ne Stunde, wenn ich schon Zeit hab…Im Anschluss gehe ich mich dann fertig machen und schonmal meinen Tee to go fertigmachen – Es existiert also eine Routine. Nur heute nicht. Ich, total bereit in den Tag zu starten, setzte Teewasser auf, suchte mir meine Strandsachen raus, zog mir schonmal meinen Bikini an und ging dann ins Bad. Schon während ich mir die Zähne putzte, merkte ich, dass irgendwas nicht stimmte. Ich drehte den Hahn auf – Und es passierte NÜSCHT! Sowas bringt mich ja aus dem Konzept. Ich riss völlig hysterisch daran herum, aber er wollte nicht. Für einen kurzen Moment dachte ich, das Grundwasser wäre versiegt und wir würden alle sterben, verwarf diesen Gedanken aber, weil zehn Minuten zuvor hatte ich ja noch Teewasser aufgesetzt. Ich rannte zu jedem Wasserhahn und nirgends gab es Wasser. Hervorragend, wenn man gerade seine Morgenroutine machen möchte und gleich los muss – Besonders, wenn man nochmal pinkeln will. Ja, das ging alles nicht und so fuhr ich, wie ein Riesenidiot ungewaschen und mit Zahnpasta gefühlt all over my face los zu Madame Petite.

Bei ihr angekommen berichtete ich entrüstet von unserem Hydrationszustand des Badezimmers und wusch mich bei ihr. Ich vermute, die Nachbarn unter uns hatten ein Leck im Rohr, die Nachbarn unter denen haben mir das jedenfalls vorletzte Woche erzählt. Ich liebe Mehrfamilienhäuser!  Wir beschlossen uns nicht mehr aufzuregen und endlich ans Meer zu schlendern, immerhin war es bereits 10:15 Uhr (und da war es bereits so heiß, dass wir nicht mehr konnten). Angekommen mussten wir dann feststellen, dass das Wasser enorm kalt war, aber kalt kam eigentlich auch ganz geil bei der Hitze und außerdem konnte das Petit’sche Baby dann schonmal Ostsee-Temperaturen testen. Insgesamt war es ein wundervoller Vormittag, auch, wenn wir es nicht sehr lange aushielten und uns in den Schatten eines Strandcafés begaben. Den Rest des Tages bin ich in meiner eigenen Wohnung bei bald 38° fast zu Tode gekommen, aber immerhin ging das Wasser wieder, sodass ich mich abkühlen konnte. Mein neuester Trick: Körper nass machen und vor Kühlschrank stellen. Alternativ Kühlpad unter den Arsch, das bringt’s auch! #Trick18

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Superheldenmodus

Leute – Ist das warm oder was? 😀 Richtig gut, so kurz vorm Urlaub nochmal die klimatische Anpassung an Italien. Die letzten Tage in Deutschland werden ausschweifend mit Strandgängen und Grillen zugeknallt (okay, wir packen auch – Aber erst, wenn die Sonne untergegangen ist!), immerhin haben wir hier im Norden NIE richtigen Sommer! Einziger Nachteil ist meine Dachgeschosswohnung, die jetzt gerade immer noch nicht unter 34° Innentemperatur kühlen will. Auch deshalb muss ich den ganzen Tag draussen rumlaufen, da ist es nämlich kälter als hier drin. Aber ich schweife schon wieder ab (an alle Leute mit schlecht isolierter DG-Wohnung: I’m feeling you <3). Ich dachte heute früh also: „Hey, auf zum Strand, ich muss mit Mama eh noch die Reisedetails klären!“ und so verabredeten wir uns für 11 Uhr. Ich ging erstmal zu ihr, weil sie am Telefon irgendwas von Feng Shui erzählt hatte und ich ein ungutes Gefühl hatte (letzte Woche habe ich einen Witz über ihre asiatische Fett-Weg-Massier-Methode gemacht, in dem ich Feng Shui aufgriff…Schlechte Idee!). Mein Verdacht bestätigte sich. Die Küche sah wie immer aus, der Rest der Wohnung war ein Ausnahmezustand – Schränke, Vitrinen, Sofas und Berge von Zeug waren völlig platzraubend halb aufgebaut in der Wohnung verteilt. Ich könnte das nicht!

Wir fuhren dann erstmal zum Strand und dann, auf dem Weg vom Parkplatz zum Strand, passierte etwas, was ich in dem Moment gar nicht als so „wichtig“ empfunden hätte. Es war eigentlich nur ein Zufall. Im Gras, direkt vor dem Strand, lag ein kleines Knuschel-Häschen. So ein Baby-Knuddel-Hase (ihr wisst schon, diese platten Lappen mit Kopf, die Babys so toll finden). Auf den ersten Blick fragte ich mich, wer hier schon wieder mit seinen Putzlappen den Strand zumüllen würde, aber dann war es eben dieser zuckersüße Hasen-Baby-Lappen. Ich hob ihn auf und setzte ihn gut sichtbar auf den Stein vor dem Strandschild – So ein Ding bedeutet Menschen mehr als man annimmt(man denke nur mal daran, dass ich jetzt 25 bin und immer noch mit Enti in einem Bett schlafe!).

Am Strand waren wir dann doch nicht sooo lange, wie ich eigentlich vorgehabt hatte, einfach, weil meine Mutter und ich die gemeinsam verbrachte Zeit eher kurz und dafür öfter ohne Mord- und Totschlag durchstehen. Es war ganz sinnvoll auf jeden Fall: Wir planten einmal die Anreise durch, welche Tage wir in Rom zusammen verbringen wollten und über die jeweiligen Mutter-Tochter-Neuigkeiten. Später, als ich mich mit TB nach der Arbeit traf, wurden die Pläne dann auch ihm mitgeteilt und jetzt kann eigentlich nix mehr schiefgehen! Außer, er bekommt sein Gehalt nicht rechtzeitig, dann muss er leider verhungern. Ansonsten besorgte ich mir im Drogeriemarkt schon einmal so ein Reise-Döschen-Set, da mir letztes Mal mein ganzes Duschgel über meine Klamotten gelaufen ist und ich einen riesigen Permanent-Ölfleck auf meiner damals fast neuen Jacke hatte. Diesmal bin ich schlauer.

Kurz bevor ich diesen Text hier geschrieben habe, war ich gerade noch ein bisschen am Abendbrot verdauen und Facebook-Lümmeln und da bin ich, rein zufällig, auf einen Beitrag gekommen, den ich sonst nie beachtet hätte. Es war Ein „Verloren“-Beitrag mit einem Bild – Ein Foto von einem Hasen-Knuscheltuch. Und zwar exakt das, das ich vor etwa 6 Stunden auf den Stein vor dem Strandschild platziert hatte. Eine verzweifelte Mutter suchte nun seit bereits vier Stunden im Internet und war wohl schon beim Parkplatz und umliegenden Lokalen gewesen. Ich schrieb ihr natürlich sofort eine Nachricht, ich weiß auch nicht, Kuscheltier-Bindungen verstehe ich irgendwie. Hätte da jemand seine Schaufel verloren und ich hätte sie gesehen, hätte ich wahrscheinlich nicht geantwortet. Ich beschrieb ihr die Stelle, wo ich es abgesetzt hatte und hoffte inständig, dass das Hasi da noch sitzen würde. Andererseits war es so auffällig platziert gewesen, dass es echt jeder gesehen hätte. Sie fuhr auch sofort zum Strand und war mega dankbar. Ich weiß nicht, warum das so wichtig für mich wahr, aber es war in jedem Fall ein Wahnsinns Zufall! Ich bin eigentlich nie in der Facebookgruppe unserer Stadt aktiv, weil da nur Schrott gepostet wird und selbst, wenn man sich mal über einen Beitrag lustig machen und ihn seinen Freunden zeigen will, verschwindet er meist in dem endlosen Gespamme unserer Mitbürger (da wollte mal jemand wissen, wo man legal Katzenhaare erwerben kann, weil er die gesammelt und Sachen draus gebastelt hat – Keine Worte!).

Ob das Kuscheltuch noch gefunden wurde, weiß ich nicht. Aber ich glaube, das war ein bisschen Schicksal aus dem Kuscheltier-Universum und es wird gefunden werden!

Travel Apps to try

Da unsere Romreise ja bereits in 5 Tagen ansteht (und wir mal so nebenbei bemerkt noch nicht mal die Anreise zum Flughafen geplant haben) dachte ich, ich durchforste mal den Appstore nach Nützlichkeiten und teile alles, was ich mir runterladen werde, mal mit euch – Ganz maybe hat jemand ja vielleicht bereits Erfahrungen mit den jeweiligen Apps. Ansonsten lasst euch einfach inspirieren ❤

1. iTranslate Voice

Angeblich kann man mit dieser Wunder-App einfach jeden verstehen! Wie cool wäre das bitte, wenn das klappt? Jetzt aber mal Facts: Die App beherrscht 42 Sprachen, kann in Echtzeit übersetzen und Sprachbarrieren überwinden und speichert oft verwendete Phrasen der neuen Sprache direkt ab. Kostenpunkt ist allerdings 6,99€ im App Store. Ich denke, wenn das wirklich geht, ist es mir das wert. Für Android gibt es die übrigens auch!

 

2. Ulmon Rom Offline-Karte

Das ist angeblich der ultimative Travel-Guide. Er beinhaltet natürlich Sehenswürdigkeiten, Shopping-Tipps, Restaurant-Tipps, etc. Außerdem lässt sich alles Offline erkunden und man kann seine Trips planen! Ich finde das superpraktisch, Rom ist groß und zum Verlaufen gemacht. Egal, was passiert – Mit ner Offline-Karte finde ich mich zurecht. Und natürlich ist es auch schön, dass unter den Sehenswürdigkeiten die Details zu lesen sind (auch wenn das bei Reiseführern normal ist). Da sie gratis verfügbar ist, sowohl für Android als auch für Apple, bin ich von dem Umfang der App schon jetzt beeindruckt!

 

3. Tripwire – Social backpacker app

Die App ist eine Art Community für Reisende, in der man sich eine Route durch das Land einzeichnen kann und Insider Tipps und Empfehlungen (auch für aktuelle Events) von anderen Reisenden in der gleichen Region erforschen kann. Die App ist zwar nur Englisch, aber wir haben ja dann iTranslate 😉 Na gut, Englisch geht grad noch so. Ich bin gespannt und vielleicht benutze ich es ja auch noch als Reisetagebuch, wer weiß! An sich klingt das mit den anderen Travelern echt nach ner tollen Sache! Die App ist kostenlos, sowohl für Android als auch für Apple!

 

4. PackPoint

Diese App ist ja wohl mal richtig sinnvoll und auch die erste, die ich mir jetzt runterladen werde: Sie fragt einen erst wann man wohin fliegt und was man dort vorhat und ermittelt dann eine Pakliste, die wetter- und Aktivitäten-abhängig funktioniert. Natürlich kann man sie auch selbst noch erweitern. Naja, falls sie doch nicht das ist, was ich mir vorgestellt habe, wird sie einfach wieder gelöscht – Ist nämlich wieder eine Gratis-App!

 

5. Eat Italy

Bei der App bin ich unsicher, ob ich sie brauchen werde – Ich esse das, was mir ins Auge fällt. Aber ich kann mir vorstellen, dass meine Mama oder TB sowas ganz gut finden: Die App Zeigt die authentischen Lokalitäten in unterschiedlichen Städten in Italien auf. Hier hat sich jemand die Mühe gemacht seeeeehr viele Restaurants, Bäckereien und so weiter aufzusuchen und fotografisch zu umschreiben. Der „Eat Rome“-Guide ist als In-App-Kauf erhältlich (von daher ist Gratis das falsche Wort – Man zahlt mindestens 0,99$ -Je nachdem, wo man hinfährt) und kostet 3,99$ – Und es gibt sie nicht für Android, zumindest habe ich nichts gefunden. Und ja, die App ist englisch, aber: iTranslate 😀 (traurig, wie ich den gleichen Witz zweimal feier)

 

6. WiFi Finder Free

Zuguterletzt finde ich Internet ziemlich wichtig und dachte mir – Warum nicht eine App, die mir das W-Lan bringt. Die hier funktioniert offline, gibt lokale Hotspots inklusive Passwörtern an und ermöglicht auch selbst, die Passwörter der Hotspots zu aktualisieren (falls das alte nicht mehr gültig ist und so). Probieren geht über studieren – Die App ist für Apple und Android kostenlos.

Ich denke, so kann der Urlaub nur ein Erfolg werden. Ich will allerdings nicht völlig durchgeplant durch die Stadt laufen, etwas treiben lassen ist glaube ich viel interessanter.

Geburtstagssegeln

Und zwar war gestern der Geburtstag meiner Tante aus Hamburg. Das einzige, was ich vorher wusste: Wir wollen Schiff fahren und müssen um 9 Uhr am Bahnhof sein,  möglichst nicht gekleidet wie ein Penner. Generell darf  ich zu Familienfesten nicht das anziehen, was ich sonst so trage, ich besitze deshalb schon einen Stamm Klamotten, die ich in der Kombi zu „langweilig“ zusammenstellen kann. Wenn die wüssten, dass ich gern Jeans trage, die mehr Loch als Jeans sind….Nun gut, TB und ich zogen uns also schick an und trafen meine Omi am Bahnhof, um gemeinsam loszufahren. Sie hatte ungefähr einen ganzen Supermarkt in ihrer Provianttasche (Kaffee, Milch, Brote und Kuchen in unterschiedlichen Varianten, Obst, Wasser und Schnaps selbstverständlich), wir mussten also nicht hunger leiden auf der Hinfahrt und kamen 5 Kilo schwerer in Hamburg an.

Dort trafen wir Onkel, Tante, Cousine und Eltern meiner Tante und es ging ab auf die Fähre. Ich dachte auch echt erst, dass das die Ausflugstour sein sollte, aber etwa 10 Minuten später stiegen wir aus, um den fehlenden Familienpart meiner Tante zu empfangen (Schwester + Mann und Kinder) und das eigentliche Ausflugsschiff zu betreten: Für uns Nordlichter ein kleines Highlight! Es handelte sich um den Hochseekutter „Freiherr von Maltzahn“. Ein echtes Stück Kulturgut, 1890 ursprünglich dem Fischereibetrieb gewidmet. Das Schiff sieht von Nahem ein bisschen nach Piratenschiff aus, finde ich. Und trotz der peinlichen Tatsache, dass ich nicht so „into boats“ bin, fand ich es beeindruckend! Grundsätzlich hätte ich nach Fahrtantritt niemals zugegeben, dass ich zu wenig anhatte und mir arschkalt war, aber irgendwie haben das alle gemerkt und ich hatte irgendwas zum Anziehen von jedem bekommen. Typisch ich – Aussehen geht vor. Ich sah dann dank Wind, Regen und Fremdbekleidung aus wie eine kleine, dicke, zerzauste Zwiebel. Während die echten Seemänner vor Ort das Piraten-Mittagessen vorbereiteten, erkundeten wir den Kahn und fanden es unter Deck fast spannender als oben: Unten hatten wir echte Piratenstimmung! Es war dort viel größer als vom Deck aus vermutet und bot Schlafplatz für ca. 12 Personen. Ist irgendwie schwer zu beschreiben, leider haben wir auch kaum Fotos gemacht, wenn es um „echte Erinnerungen festhalten“ geht sind wir irgendwie schlecht! 😥

Das Mittagessen war ein mittelalterlicher Eintopf auf See, den TB und ich beide nicht besonders geil fanden, wir sind halt doch eher so krüsche Stadtkinder. Zusätzlich fing es ab Mittag auch total an zu schütten, sodass alle unter Deck mussten, wo wir dank des Wetters die letzten zwei Stunden fest saßen. Man macht dann ja das Beste daraus und übt Seemannsknoten, hört sich vom ältesten Crew-Mitglied Geschichten aus vergangenen Tagen an und trinkt seinen Piratenkaffee in muckliger Atmosphäre. Ich fand den Tag echt gelungen, war aber trotzdem froh, als wir endlich wieder an Land waren, zugegebenermaßen ist fester Boden was tolles und sanitäre Anlagen mit geläufig funktionierender Spülung. Außerdem hätten meine Omi und die Mutter meiner Tante sich vermutlich bald geprügelt. Familie halt. Ich bin jedenfalls dankbar für das, was ich wieder neues von der Elbe und auf dem Schiff sehen durfte.

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Das einzige Bild von dem Schiff hat TB gemacht, einfach weil diese Szenerie die Stimmung des ganzen Kutters so toll wiedergegeben hat!

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Ahoi!

Mädelsabend

Gestern beschlossen meine Lieblings-Kommilitonin, das Rockergirl den neuen Club, den ich letztens erwähnt habe, zu testen. Okay, eigentlich haben besagte Kommilitonin und ich das geplant, mit unseren Freunden. Und mit noch einem befreundeten Paar und ich hatte das Rockergirl dazu eingeladen. Aber das Paar sagte ab und unsere Freunde auch und dann wurde es eben zur Ladies Night. Wir trafen uns gegen 22 Uhr beim Rockergirl, hörten Bravo Hits (immer noch nicht zu unterschätzende Kollektionen muss man sagen), sahen dabei Wrestling und tranken ein bisschen (viel) vor, ich hauptsächlich Vodka. Also die klassische Mädelsrunde. Im Laufe des Abends kamen intime Details der jeweiligen Anwesenden und ihren Sorgen zur Sprache, welche ausgiebig diskutiert wurden, das Klo-/Trinkverhältnis stieg gen 80/20 und wir erreichten den Zustand „Beste Freunde“. Wir kamen original erst um 1:30 los zum eigentlichen Club, aber solange dauert halt ein Vortrinken bei Frauen schätze ich.

Unser Plan war: Wenn es im neuen Laden blöd ist gehen wir, auch auf die Gefahr hin, dort Mr. X zu treffen, wieder in den alten zum tanzen. Die exakte Zeit, die wir dort verbrachten betrug 2 1/2 Minuten. Wir gingen rein, es war wie ausgestorben, das Toilettenbedürfnis trieb uns gen Damenpissoir (auf dem Weg dahin wurde der Laden einmal von oben bis unten gescannt – Dismissed!), ich erwog kurz mir Klopapier als modisches Accesoire um den Kopf zu wickeln, wurde jedoch davon abgehalten und wir marschierten schnurstracks zurück zur Tür. 2 1/2 Minuten. Die Highlights des Abends hier mal chronologisch aufgelistet:

  1. Eine 16-jährige darauf hingewiesen, dass ihr nuttiges Outfit viel zu knapp für ihren Körperfettgehalt sei.
  2. Ein Hauuuufen Komplimente über unsere Körper („Ihr habt SO tolle Brüste! Ich mein, nicht nur groß, die sind auch noch echt gut geformt!“ – „Du hast den besten Bauch, den ich JE gesehen habe!“ etc.)
  3. Der Clubbesitzer kennt meinen Namen. Shame on me. Ich muss weniger feiern gehen.
  4. Mr. X und sein DJ-Freund waren nicht da – JIPPIE!
  5. Ententanz zu „Work“ von Rihanna aufgeführt. Denn das ergibt wirklich Sinn!
  6. Angebaggert von anderssprachigen Menschen („Hello, I’m TIshuiewojdlewfa!“ – „I’m was??“).
  7. Stundenlanges Tanzen mit Special Nebelmaschine-Dancemoves nach der Flucht.
  8. Angebaggert von der Schwester des zu schüchternden Dauersingles. Sie war deutlich attraktiver.
  9. Hunger, Durst, müde. In den Burgerladen um die Ecke zum Absacken.
  10. Riesenportion Crispy Fries mit Mayo und einer weiteren Tanzeinlage vor Ort (Stimmung können wir!).
  11. Angebaggert von zwei Mitarbeitern, die extra zu uns an den Tisch kamen um zu reden – Folge: Sehr lange Schlange mit genervten Betrunkenen, da keine Mitarbeiter mehr an der Kasse. Too sad, sie haben unsere Nummern nicht bekommen 😦
  12. Ekliger Typ mit beschissenen Kommentaren und augenscheinlich unfähig zu kontern wollte unseren Abend versauen. Wurde dann zunächst vom (noch hoffnungsvollen) Personal höflich beleidigt, dann von mir etwas unhöflicher. (Ich glaube unser geistiges Debattieren hatte erst ein Ende, als ich ihm einen Tampon hinhielt und ihn lächelnd bat woanders zu menstruieren. Und einem Mittelfinger.)
  13. Tragischer „Ich werde euch voll vermissen“-Abschied.
  14. After-Party-Erfahrungen jeweils separat: Meine Kommilitonin musste offenbar für 40€ mit dem Taxi nach Hause, ich musste mich ausgiebig übergeben und das Rockergirl hatte offenbar noch ein Techtelmechtel mit ihrem Nachbarn (What?).

So war es ziemlich witzig, besonders, weil wir alle nur 4 Stunden geschlafen und uns dann wiedergetroffen haben. Egal wie sehr wir leiden, wir sind uns einig: Das wird wiederholt!

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